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osa – office for subversive architecture / Initiative Südstadt 2030

Mobile Green


Immer mehr Stadtbewohner erleben Autos als Raumfresser und Klimaschädlinge, deren praktischer Nutzen in keinem Verhältnis zu der Vielzahl von Nachteilen steht, die diese mit sich bringen. Das Leitbild der autogerechten Stadt und das Ideal einer funktionsgetrennten urbanen Struktur, die besonders hohe und starre Mobilitätsanforderungen erzeugt, sind inzwischen von vorgestern. Das Projekt Mobile Green der Gruppe osa thematisiert den veränderten Blick auf urbane Lebensqualität in Form eines Installation gewordenen Vorschlags, der bei aller Ironie eine sehr ernst zu nehmende Diskussionsgrundlage bietet. Denn die Frage danach, wer welche Flächen des städtischen Raums wie und mit welchen Folgen für die Allgemeinheit nutzen darf, ist aktueller denn je. Mobile Green soll in Bezug auf die zusammengenommen riesigen Parkierungsflächen im öffentlichen Raum einen gerechten Interessenausgleich zwischen Pkw-Besitzern und Autolosen ermöglichen: Beispielsweise als temporäres Privatgrün oder als zeitweise Verbesserung des Umfelds einer bevorzugten Gastronomie können diese mobilen Grünflächen an ganz unterschiedlichen Parkplatz-Standorten zum Einsatz kommen.
Als Mobile Green-Teststrecke fungieren Straßenzüge in der Kölner Südstadt, die nach der Vorstellung der Initiative Südstadt 2030 zum „SeniorInnenparadies“ entwickelt werden könnte. Der Architekt Stephan Goerner hat in diesem Zusammenhang die Schaffung einer GartenNeuStadt vorgeschlagen und vor zwei Jahren bei plan07 vorgestellt. Er knüpft damit an die bis heute erkennbaren Qualitäten der Ende des 19. Jahrhunderts vom damaligen Generalplaner Josef Stübben gestalteten Kölner Stadterweiterung an. In dem vorhandenen Netz aus Alleen und Plätzen sieht nicht nur diese Initiative ein besonderes Potenzial für familien- und seniorenfreundliches Wohnen.
Auch osa, eine international tätige Arbeitsgemeinschaft, die sich an der Schnittstelle von Architektur, Stadtplanung und Kunst mit der temporären Gestaltung von urbanen Räumen beschäftigt, ist nicht zum ersten Mal bei plan vertreten: Vor drei Jahren schufen sie die spektakuläre Installation Anwohnerpark KunstWerk, die bis heute zu sehen ist. Diesmal ist osa gleich mit zwei Projekten an plan (siehe Projekt 36) beteiligt.

Ort:
Wechselnde Stellplätze, im Bereich der Mainzer Straße, der Alteburger Straße und der Maternusstraße, Südstadt

Öffnungszeiten:
Die Installation ist ab dem 25.09., 18 Uhr, während der gesamten plan-Woche durchgängig zu sehen.

Info:
osa – office for subversive architecture, Anja Ohliger,
T 0179–9252932

Initiative Südstadt 2030, Stephan Goerner,
T 0221–316925



info@goerner-arch.de
www.osa-online.net