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M:AI Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW / Universität Köln – Humanwissenschaftliche Fakultät

Zurück auf Los

Als „räumliche Versuchsanordnung“ bezeichnen das M:AI Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW und die Humanwissenschaftliche Fakultät der Universität Köln ihr Kooperationsprojekt Zurück auf Los. Gegenstand des Experiments ist das 1957 als Pädagogische Hochschule Rheinland in Betrieb genommene Gebäude, in dem sich heute die Humanwissenschaftliche Fakultät befindet. Der von dem Architekten Hans Schuhmacher stammende Entwurf wurde übrigens zeitgleich mit zwei besonders prominenten Kölner Bauten fertiggestellt: der Oper von Wilhelm Riphahn und dem Wallraf-Richartz-Museum, dem heutigen Museum für Angewandte Kunst, von Rudolf Schwarz. Schuhmacher gestaltete ein Gebäude, das der zeittypischen Vorstellung einer sogenannten Freiheitsmoderne folgt: Transparenz durch große Glasflächen, Material- und Farbvielfalt, klare Formen.
Die heutige Situation der Fakultät ist wie bei den meisten Universitätsbauten von Raumnot geprägt: Nutzung schlägt in „Vernutzung“ um. Dies zeigt sich schon beim Betreten des Gebäudes im Foyer besonders deutlich: Die aufwendigen Wandmaterialien sind hinter Infotafeln verschwunden, die Glasfassade ist von verstaubten Blumenkübeln verstellt, Postkästen, Infostände und Getränke-Automaten haben dieses großzügig konzipierte Entree in eine unwirtliche Durchgangszone verwandelt. Im Rahmen von Zurück auf Los, unter der Leitung von Heidi Helmhold, Professorin an der Humanwissenschaftlichen Fakultät, ist das Foyer in seinen Ursprungszustand zurückversetzt worden. Dieser wird für einen Zeitraum von insgesamt drei Monaten aufrecht erhalten. Studierende des BildungsRaum-Projektes „school is open” haben eine Nutzerbefragung und „Blicklenkungsverfahren“ durchgeführt. Während der plan-Woche laden die Projektbeteiligten zu Führungen und zu zwei großen öffentlichen Diskussionsforen ein: Nutzung oder Vernutzung – Universität in der Alltagspraxis mit Rolf Elberfeld (Uni Hildesheim), Eduard Führ (Uni Cottbus), Jürgen Hasse (Uni Frankfurt), Susanne Hofmann (Raumpiloten, Berlin), Alban Janson (Uni Karlsruhe), Jan Krause (FH Bochum), Anne Waldschmidt (Disability Studies, Uni Köln) sowie Universitätsbauten als Spiegel universitären Selbstverständnisses. Wie entwickelt sich der Kölner Universitätscampus? mit Wolf-Dietrich Bukow (Soziologe, Uni Köln), Ferdinand Heide (Architekt, Masterplan Campus WestendUni Frankfurt), Thomas Kaul (Uni Köln, Dekan der Humanwissenschaftlichen Fakultät), Reto Naef (Novartis Campus Basel), Johannes Neyses (Kanzler der Uni Köln), Ulrich Soénius (IHK Köln) und Albert Speer (Architekt, Frankfurt, Masterplan für Köln).

Ort:

Universität Köln, Humanwissenschaftliche Fakultät (Foyer), Gronewaldstraße 2, Lindenthal

Öffnungszeiten:
25.09., 18–22 Uhr, Eröffnung
26./27.09., 10–18 Uhr
28.09.–02.10., 8–21 Uhr


Termine:
Fr 25.09., 18 Uhr, Eröffnung im Foyer mit anschließender Führung durch das Gebäude
Sa 26.09., 11–14 Uhr, Führung zu jeder vollen Stunde, Treffpunkt: Foyer
Sa 26.09., 15 Uhr, Diskussion Nutzung oder Vernutzung – Universität in der Alltagspraxis mit Rolf Elberfeld, Eduard Führ, Jürgen Hasse, Susanne Hofmann, Alban Janson, Jan Krause und Anne Waldschmidt, Foyer
So 27.09. / Mi 30.09., 12–18 Uhr, Führung zu jeder vollen Stunde, Treffpunkt: Foyer
Mi 30.09., 19 Uhr, Diskussion Universitätsbauten als Spiegel universitären Selbstverständnisses. Wie entwickelt sich der Kölner Universitätscampus? mit Wolf-Dietrich Bukow, Ferdinand Heide, Thomas Kaul, Reto Naef, Johannes Neyses, Ulrich Soénius und Albert Speer, Aula

Info:
M:AI, Anette Kolkau, T 0209–9257822

Universität Köln – Humanwissenschaftliche Fakultät,
T 0221–4705780



www.mai-nrw.de
www.hf.uni-koeln.de